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MINToringSi-Projektphase gestartet

Die MINToren und MINTees trafen an der Universität Siegen, um gemeinsam zu überlegen, welche von den Schüler:innen vorgeschlagenen Themen sich bei den Projektarbeiten umsetzen lassen und welche nicht.

Für die 18 Oberstufen-Schüler:innen heimischer Gymnasien und Gesamtschulen, die 2021 ins Coaching-Programm „MINToringSi – Studierende begleiten Schüler:innen auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ gestartet sind, hat das zweite Förderjahr begonnen. Nachdem die Teilnehmer:innen im ersten Förderjahr des Coaching-Programms in einer Feierstunde offiziell ins Programm aufgenommen wurden und durch eine Exkursion zum Campus Buschhütten mit dem MINT-Bereich vertraut gemacht wurden, steht im zweiten Förderjahr ein eigenes, kleines Forschungsprojekt im Fokus.

„Im Team können wissenschaftliches Arbeiten geübt und wichtige Kompetenzen für den MINT-Studienalltag erworben werden“, sagte Dr. Thomas Reppel, Programmkoordinator seitens der Universität Siegen. „Die vertiefenden Einblicke tragen dazu bei, Studien- und Berufsperspektiven zu konkretisieren“, ergänzte Julia Förster, die das Programm für die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein betreut. Neben dem praktischen Forschungsteil umfasst die Arbeit eine schriftliche Ergebnisdokumentation sowie eine mündliche Präsentation, die im kommenden Jahr im Rahmen einer Feierstunde im Haus der Siegerländer Wirtschaft vorgestellt werden.

Bei dem Treffen an der Universität Siegen standen daher die Gruppenbildung und Themenfindung für die Forschungsprojekte im Fokus. Das MINToren-Team, dem Anna-Lena Dreisbach, Alexander Becher, Tobias Held, Dr. Thomas Schulte und Tristan Zemke angehören, hatte die Aufgabe, die 18 Oberstufen-Schüler:innen bei der Themenfindung und -konkretisierung zu unterstützen. Um die Themenfindung etwas zu erleichtern, wurden den MINTees im Vorfeld dieser Veranstaltung beispielhaft Themen vergangener Projekte genannt. Bei dem jetzt erfolgten Treffen an der Universität Siegen wurden die Themen hinsichtlich ihrer Machbarkeit diskutiert und konkretisiert. Aktuell sieht es danach aus, dass sich die Gruppe von MINTorin Anna-Lena Dreisbach mit einer automatisch ausrichtenden Photovoltaikanlage befassen wird. Die Gruppe von MINTor Tobias Held hat als Thema die klimafreundliche Kosmetik inklusive einer Verpackung ins Auge gefasst. Die Energieumwandlung elektromagnetischer Strahlung wird vermutlich das Thema von der Gruppe um MINTor Thomas Schulte sein. Die Gruppenmitglieder um das MINToren-Duo von Tristan Zemke und Alexander Becher werden sich voraussichtlich mit einem Cyanobakterien-Reaktor beschäftigen.

„Während der Projektphase werden die Schüler:innen von ihren MINToren (Studierende und Doktoranden der MINT-Fächer an der Universität Siegen) unterstützt“, erläutert Dr. Thomas Reppel. „Somit können sie von dem Fachwissen, den Erfahrungen und den Netzwerken ihrer Coaches profitieren“, ergänzt Julia Förster.

Damit die MINToringSi-Teilnehmenden mit dem Handwerkszeug für den Zwischenbericht, der Ende November abgegeben werden muss, gerüstet sind, bieten die MINToren in ihren jeweiligen Kleingruppen einen Schreibworkshop zum wissenschaftlichen Arbeiten an. Einen ersten Einblick zum wissenschaftlichen Arbeiten gab es zudem bei dieser Themen- und Gruppenfindungs-Veranstaltung, indem MINTor Tobias Held den MINTees Informationen zum Schreiben einer Projektarbeit gegeben hat.  

(Text: Julia Förster; Foto: MINToringSi)

Aktualisiert um 12:53 am 13. September 2022 von Thomas Reppel

MINToringSi zu Besuch im Campus Buschhütten

Was haben ein Reallabor und eine Realwerkstatt mit dem Campus Buschhütten zu tun? Was ist eine Smarte Lernfabrik? Welche Möglichkeiten gibt es, um nach einem MINT-Studium bei Unternehmen, wie zum Beispiel der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG Fuß zu fassen? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen Mitte Juni rund 20 Schülerinnen und Schüler des Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“, als sie den Campus Buschhütten in Kreuztal-Buschhütten besuchten. Begleitet wurden sie von den fünf MINToren Anna-Lena Dreisbach, Alexander Becher, Tobias Held, Dr. Thomas Schulte und Tristan Zemke, die selbst Studierende bzw. Assistenten, Doktoranden und Mitarbeiter der MINT-Disziplinen an der Universität Siegen. Ebenfalls vor Ort war Julia Förster, die MINToringSi-Programmkoordinatorin der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein.

Gerne waren alle der Einladung von MINTor Alexander Becher nach Kreuztal gefolgt. Vor Ort wusste der ambitionierte MINTor und zugleich Doktorand am Lehrstuhl IPEM (International Production and Engineering Management) der Universität Siegen einiges über den Campus Buschhütten zu berichten. Als Gesprächspartner standen weiterhin Peter Haub und Axel Marx von der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG Rede und Antwort. Peter Haub erläuterte den Anwesenden unter anderem die verschiedenen Produktionsschritte für Haushaltsfolien auf Folienschneidmaschinen. Axel Marx hingegen warb für unterschiedliche Berufe des Kreuztaler Familienunternehmens. Bei einer Führung durch die Fertigung und Montage von Walzwerkanlagen und Folienschneidmaschinen, wusste Axel Marx allerhand Interessantes zu berichten. So gab er unter anderem Einblicke ins Produktprogramm der Kreuztaler Firma. Höhepunkt und Abschluss der Führung war für alle Anwesenden sicherlich der Walzwerksimulator an dem die MINTees sich selbst versuchen durften.

Anschließend gab Personalleiter Dr. Mario Penzkofer den MINTees noch professionelle Informationen über das breite Spektrum denkbarer Ausbildungs- und Karrierewege in Sachen Technik.

„Ziel des Tages war es, den am MINToringSi-Programmteilnehmenden Einblicke in die Geschäftsbereiche eines mittelständischen Unternehmens zu geben und aufzuzeigen, wie mögliche Karrierewege in diese Branche aussehen können“, sagte Julia Förster, Programmkoordinatorin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein.

Aktualisiert um 12:33 am 12. Juli 2022 von Thomas Reppel

Regenrohr-Generator überzeugte die Jury

Laura Baumgarten (oben) und Ruth Schneider (unten) erläutern die Funktionsweise des Regenrohrgenerators. (Foto: Bahaa Aldin Banna)

Im Rahmen des Coaching-Programms „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“ wurde im Haus der Siegerländer Wirtschaft eine von drei Gruppen zum Sieger der fünf Monate dauernden Projektphase gekürt. Das Projekt der Gruppe – die Möglichkeiten der Energiegewinnung mithilfe eines Regengenerators.

Nach der vorangegangenen schriftlichen Ausarbeitung der Projekte hatten alle Gruppen die Gelegenheit, ihre Projekte inklusive der konstruierten Prototypen einem interessierten Publikum aus Vertretern von Unternehmen, der Universität Siegen und Schulvertretern zu präsentieren. Die Bandbreite der vorgestellten Arbeiten umfasste neben dem Siegerprojekt eine nachhaltige Ladestation für E-Bikes sowie die Temperaturregelung von Getränken. In Umfang und Interdisziplinarität gingen die Projekte über die schulüblichen Arbeiten hinaus, um einen ersten Einblick in die Studien- und spätere Berufswelt zu vermitteln.

„Die Arbeit des Gewinnerteams überzeugte durch außerordentliche Zielstrebigkeit, Fleiß, Teamarbeit sowie ein gutes Zeitmanagement – und all das in Zeiten der Corona-Pandemie“, erläuterte Julia Förster, Programmbetreuerin seitens der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein die Juryentscheidung in ihrer Laudatio. Die Arbeit von Laura Baumgarten, Tjark Fischer, Mohamed Taher Khazuran, David Koch, Miriam Kölsch, Ruth Schneider und Ole-Samuel Witt stäche in vielerlei Hinsicht heraus. Sowohl durch das gesellschaftlich sehr aktuelle Thema als auch durch die Verwendung von vielen Naturwissenschaftlichen und Technischen Themengebieten. „Elektrotechnik, Physik und Aspekte des Maschinenbaus sind in die Arbeit eingeflossen. Auch aus akademischer Sicht kann die Arbeit durch ihre sehr gute Dokumentation überzeugen. Abgerundet wird der sehr gute Eindruck durch einen funktionsfähigen Prototyp“, sagte Julia Förster in ihrer Laudatio.

Vor den Präsentationen wurden in den Grußworten von Julia Förster (VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.) und Prof. Dr. Holger Schönherr (Dekan der Naturwissenschaftlich Technischen Fakultät IV der Universität Siegen) die Wichtigkeit des Nachwuchses in den MINT-Fächern betont. Ebenfalls hervorgehoben wurde das Engagement der drei MINToren Désirée Schütz, Timo Meyer und Damian Sulik, die jeweils eine Gruppe betreut haben und auch weiterhin betreuen. 

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit den Musikstücken „Viva la Vida“ von Coldplay, „Man in the mirrow“ von Michael Jackson und „ich glaube ich vermisse“, die Musiker Kevin Rudek mit Gitarre und Gesang eindrucksvoll dargeboten hatte.

Prof. Dr. Holger Schönherr (ganz links), Julia Förster (2. v. l.) und Ralf Hei-denreich (5. v. l.) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Programm „MINToringSi – Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein MINT-Studium“. (Foto: Paulina Müllers)

Aktualisiert um 12:31 am 12. Juli 2022 von Thomas Reppel

FutureING-Workshop im Kreis Altenkirchen

Franziska Kneisel demonstriert den Schüler:innen eine Formgedächtnislegierungen 

Ingelbach. Die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen veranstaltet seit mehreren Jahren erfolgreich den Workshop „futureING“. Im Jahr 2022 fand er mit acht Schüler:innen im Gastgeberunternehmen Karl Georg Stahlherstellungs- und Verarbeitungs- GmbH in Ingelbach statt. Vertreten wurde die Universität Siegen durch Martin Lindner und Franziska Kneisel vom Lehrstuhl für Werkstoffsysteme für den Fahrzeugleichtbau sowie durch Dr. Thomas Reppel.

Nach der Begrüßung stellte Dr. Reppel in seinem Vortrag „Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen & Co.: Technik in all ihren Facetten“ die verschiedenen Studiengänge des Departments Maschinenbau vor und präsentierte den Schüler:innen die Studieninhalte, Aufgabengebiete und berufliche Perspektiven. Es folgte ein Praxisbeispiel in Form eines Vortrags zum Thema Leichtbau, gehalten von von Martin Lindner. Hier wurde den Schüler:innen vermittelt. warum die Leichtbauweise eine so wichtige Rolle einnimmt und welche Arten von Leichtbau existieren. Auch die Praxis kam nicht zu kurz: Franziska Kneisel präsentierte eine Methode zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und verschiedene Formgedächtnislegierungen. Bei Letzteren wurden die Schüler:innen gebeten, eine Büroklammer nahezu beliebig zu verbiegen. Anschließend wurde die verformte Legierung in heißes Wasser gehalten, wo sie sich scheinbar an ihre alte Form „erinnerte“ und sich wieder zu einer Büroklammer formte. Abgerundet wurde der Tag durch eine spannende Werksführung und einen Erfahrungsbericht eines Maschinenbauingenieurs, der vor Kurzem sein duales Studium abgeschlossen hat.

Pressestimmen:

Siegener Zeitung

AK-Kurier

Aktualisiert um 12:36 am 21. Oktober 2021 von Thomas Reppel

MINT-Mitmachtage 2021

Schülerinnen des Gymnasiums am Löhrtor werfen einen Blick in das Galilei-Fernrohr. Durch die Kombination einer konvexen und einer konkaven Linse steht das Bild, im Gegensatz zum Kepler-Fernrohr, nicht auf dem Kopf.

Nach der Corona-Pause im Jahr 2020 fanden die MINT-Mitmachtage im Herbst 2021 zum siebten Mal statt. Im Gegensatz zu den vergangenen Veranstaltungen fiel die Größe der Zeltstatt vor dem Kreishause dieses Jahr kleiner aus. Die Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen war wieder mit zwei Angeboten vor Ort vertreten. Schüler:innen aus insgesamt acht Schulen des Kreisgebietes bauten unter Anleitung Elektromotoren und Galilei-Fernrohre. Unterstützt wurden sie von Studierenden der Universität.

Die MINT-Mitmachtage werden jährlich durch das zdi-Zentrum Regionalinitiative MINT Siegen-Wittgenstein organisiert. Ziel der Regionalinitiative ist es bei Kindern und Jugendlichen Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu wecken.

Elektromotor in Aktion

Pressestimmen:

Wirtschaft regional online

Kreis Siegen-Wittgenstein

Aktualisiert um 11:20 am 20. Oktober 2021 von Thomas Reppel