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Förderung für innovative Siegener Lehrkonzepte

Vier Projekte von Wissenschaftler*innen der Universität Siegen sind im Rahmen des Förderprogramms „Freiraum 2023“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre zur Förderung ausgewählt worden. Die Uni Siegen zählt damit zu den sechs erfolgreichsten Hochschulen des Programms.

Die Lehre an Hochschulen lebt von innovativen Ideen und Konzepten. Dass die Universität Siegen bei der Weiterentwicklung der Lehre ganz vorne mit dabei ist, hat sie erneut unter Beweis gestellt: Im Rahmen des Förderprogramms „Freiraum 2023“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre wurden gleich vier Siegener Projekte bewilligt. Die Universität gehört damit zu den sechs erfolgreichsten Hochschulen des Programms. Mit „Freiraum 2023“ unterstützt die Stiftung die Entwicklung und Erprobung neuer Lehrkonzepte an Hochschulen. Das Fördervolumen beträgt dabei insgesamt rund 50 Mio. Euro. Die vier Projekte der Uni Siegen werden mit bis zu 830.000 Euro unterstützt, Projektstart ist im Frühjahr 2024.

„Schon im vergangenen Jahr gehörte unsere Universität zu den erfolgreichsten Hochschulen des Programms. Dass in diesem Jahr erneut so viele Siegener Anträge bewilligt wurden, zeigt, dass die Weiterentwicklung der Lehre bei uns über alle Fakultäten hinweg konsequent und mit viel Engagement vorangetrieben wird“, sagt Prof. Dr. Alexandra Nonnenmacher, Prorektorin für Bildung der Universität Siegen. Im Namen der Hochschulleitung gratulierte sie den beteiligten Wissenschaftler*innen zu ihrem Erfolg und wünschte gutes Gelingen für die neuen Projekte.

Folgende Projekte der Universität Siegen wurden im Rahmen eines wissenschaftlichen Auswahlverfahrens im Programm „Freiraum 2023“ bewilligt:

„Internationale Sommerschulen Quantum Science“ 
Jun.-Prof. Dr. Stefan Nimmrichter – Fakultät IV

An der Universität Siegen ist zum Wintersemester 2023/2024 der internationale Master-Studiengang „Quantum Science“ gestartet, der Studierenden Quantentechnologien vermitteln soll – von der mathematisch-physikalischen Grundlagenforschung bis hin zu konkreten Anwendungsfeldern. Durch innovative Lehrformate sollen den Studierenden neben fachlichen auch interkulturelle Kompetenzen vermittelt werden. Dies wird durch zwei Sommerschulen in den Jahren 2024 und 2025 ergänzt, zu denen lokale und internationale Studierende eingeladen werden. Die Sommerschulen sind eigenständige Lehrveranstaltungen, bei denen Studierende über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinausblicken und das Konferenzformat kennenlernen können. Die Erkenntnisse aus den Sommerschulen fließen anschließend in die Gestaltung weiterer Module des Quantum-Science-Studiengangs ein.

„Digitale Escape-Games zur Stärkung mathematischer Kompetenzen in der Studieneingangsphase“ 
Jun.-Prof. Dr. Daniel Thurm – Fakultät IV

Das Projekt soll MINT-Studierende in der frühen Studieneingangsphase (zum Beispiel in Vorkursen) unterstützen: Kern sind dabei digitale Escape-Games, die einen spielerischen Zugang zu mathematischen Basiskompetenzen bieten und gleichzeitig die Motivation und Kooperation der Studierenden fördern. Mitentwickelt werden die Escape-Games von Master-Lehramtsstudierenden im Fach Mathematik, die in diesem Zuge ihre fach- und mediendidaktischen Kompetenzen vertiefen können. Nach Abschluss des Projektes werden alle Escape-Games über eine Website veröffentlicht und stehen anderen Universitäten zur freien Verfügung. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der TU Dortmund, der Universität Utrecht und der Universität Haifa durchgeführt.

„Individuelle Förderung in der MINT-Lehre“ 
Prof. Dr. Roman Obermaisser – Fakultät IV

Im Rahmen des Projektes sollen für Studierende innerhalb ihres Studiums automatisiert und gezielt Modulbestandteile zusammengestellt werden – basierend auf ihren jeweiligen Interessen, vorhandenem Vorwissen und dem verfügbaren Lehrangebot. Die Module umfassen digitale Lerninhalte, aber auch Präsenzlehre und Labore. Das Projekt soll Studierende dabei unterstützen, bessere Lernergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig soll das Studium attraktiver und die Organisation erleichtert werden. Das Projekt umfasst die Modellierung von Studiengängen, die Entwicklung personalisierter Algorithmen zur Zusammenstellung der Module sowie die Implementierung in konkrete Lehrangebote. Der neue Ansatz soll anschließend in Informatikstudiengängen an der Universität Siegen exemplarisch erprobt und bewertet werden.

„Internationally connected digital classrooms“ 
Jun.-Prof. Dr. Thomas Kopp, Fakultät III

Das Projekt verfolgt drei Ziele: Die Einführung neuer hybrider Online-Lehrmethoden im Hochschulbereich, die Stärkung und Verbesserung der Lehrerausbildung an den teilnehmenden Universitäten und die Förderung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Durch die Wissenserweiterung im Bereich der Nachhaltigkeit werden im Rahmen des Projektes auch internationale Perspektiven sowie die internationale Zusammenarbeit gefördert.

Weitere Informationen zur Stiftung und dem Förderprogramm „Freiraum 2023“ finden Sie hier.

Aktualisiert um 21:29 am 15. Oktober 2023 von g040107.